Für den 2. Dan müssen neben dem kompletten Kyu-Prüfungsprogramm mit 178 Techniken, mindestens 50 klassische Würfe, fünf Kombinations-techniken, drei Kontertechniken oder Finten, 6 beidseitige Würfe, zehn Haltegrifftechniken, 14 Armhebeltechniken, 14 Würgetechniken, und sechs weitere Bodentechniken demonstriert werden. Außerdem müssen die Techniken nicht nur flüssig und fehlerfrei präsentiert, sondern zudem theoretisch erläutert werden können
Ein besonderer Schwerpunkt beim Programm zum 2. Dan ist die sogenannte Spezialtechnik. Hierbei muss jeder Prüfling eine individuelle Technik besonders intensiv vorbereiten und sich, neben weiteren Prüfungsthemen, Situationen überlegen wie Uke diese verhindern kann und welche weiteren Lösungsmöglichkeiten es gibt.
Doch nicht nur die praktischen Fertigkeiten des Judoka werden geprüft, gerade bei dieser Prüfung haben auch die theoretischen Kenntnisse einen besonders großen Stellenwert. Hierzu zählen, unter Anderem, die Kenntnisse der japanischen Begriffe für die individuell gewählte Übungsform, deren fließende Präsentation und außerdem Kombinationsflexibilität bei verschiedenen Judotechniken
Dieses umfangreiche Programm auf Nachfrage auswendig abrufen zu können ist sicherlich eine echte physische und mentale Herausforderung für jeden Budosportler.
Die wohl schwierigste Prüfungssequenz ist für die
meisten Judoka jedoch die sogenannte Katame-No-Kata. Sie ist eine
klassische Form der Demonstration, bei der die Grundlegenden
Prinzipien des Bodenkampfes veranschaulicht werden.
Hierbei ist fast der gesamte Bewegungsablauf strikt vorgegeben und
muss vom Prüfling eingehalten werden.
All diese Aufgaben hat Wiebke Dorn gemeinsam mit ihrem
hervorragenden Uke Andreas Gerharz bestanden und freut sich nun
über ihre neue Graduierung.


